Verabschiedungen – Es ist nun mal traurig!

Die morgendliche Verabschiedung von den Eltern in der Kita: Ein wichtiger Moment für Kinder und Eltern

Der Start in den Tag in einer Kindertagesstätte (Kita) ist für viele Kinder und Eltern eine besondere Zeit. Die morgendliche Verabschiedung von den Eltern in der Kita ist weit mehr als nur eine kurze Geste – sie ist ein bedeutsamer Moment, der den gesamten Tag des Kindes prägen kann. In diesem Blog-Beitrag möchten wir uns ausführlich mit diesem Thema auseinandersetzen, um sowohl Eltern als auch Erzieherinnen und Erziehern wertvolle Einblicke und Tipps zu geben.

Warum ist die morgendliche Verabschiedung wichtig?

Für Kinder bedeutet die morgendliche Verabschiedung den Übergang von der vertrauten Umgebung zuhause in die Kita. Dieser Übergang kann mit unterschiedlichen Emotionen verbunden sein: Freude auf die Freunde und die Aktivitäten, aber auch Unsicherheit oder sogar Trennungsangst. Für Eltern ist es oft ein Moment der Sorge oder des Loslassens, vor allem wenn das Kind neu in der Einrichtung ist oder besondere Bedürfnisse hat.

Eine gelungene Verabschiedung schafft Sicherheit und Vertrauen. Sie signalisiert dem Kind, dass es in der Kita gut aufgehoben ist und dass die Eltern wiederkommen werden. Gleichzeitig hilft sie den Eltern, den Tag ruhiger zu beginnen, weil sie wissen, dass ihr Kind gut betreut wird.

Typische Herausforderungen bei der Verabschiedung

Viele Familien erleben in den ersten Tagen oder Wochen nach Eintritt in die Kita eine schwierige Verabschiedungssituation. Das kann sich in Weinen, Festklammern oder auch in Widerstand äußern. Diese Reaktionen sind ganz normal und zeigen, dass das Kind die Trennung emotional verarbeitet.

Für Eltern kann es schwer sein, das Kind loszulassen, vor allem wenn sie selbst emotional betroffen sind. Manchmal entsteht eine Art Verabschiedungsritual, das das Kind beruhigt, etwa ein Kuss, eine Umarmung oder ein bestimmter Satz wie „Ich hole dich nach dem Mittagessen wieder ab“. Wichtig ist, dass die Verabschiedung klar und konsequent erfolgt, damit das Kind Sicherheit gewinnt.

Tipps für eine gelungene Verabschiedung

  1. Rituale schaffen
    Rituale geben Kindern Halt und Orientierung. Ein gemeinsames Abschiedslied, ein spezieller Handschlag oder ein kurzes Gespräch, in dem das Kind erzählen kann, worauf es sich freut, können helfen, den Übergang zu erleichtern.
  2. Klare und liebevolle Kommunikation
    Sagen Sie dem Kind deutlich, dass Sie gehen und wann Sie wiederkommen. Vermeiden Sie es, sich heimlich davonzuschleichen, da dies Unsicherheit fördern kann.
  3. Zeit einplanen
    Nehmen Sie sich morgens ausreichend Zeit für die Verabschiedung. Hektik und Stress übertragen sich schnell auf das Kind. Ein ruhiger Einstieg hilft allen Beteiligten.
  4. Auf die Gefühle des Kindes eingehen
    Zeigen Sie Verständnis, wenn das Kind traurig oder ängstlich ist. Einfühlsame Worte und eine liebevolle Umarmung können viel bewirken.
  5. Vertrauen in das Kita-Team
    Kinder spüren, wenn ihre Bezugspersonen in der Kita vertrauenswürdig und fürsorglich sind. Eltern sollten daher offen mit den Erzieherinnen kommunizieren und sich bei Unsicherheiten Unterstützung holen.

Nun kommt aber noch ein kleines ABER!. Für viele Kinder ist es wirklich schwierig, wenn Eltern selber nicht den „Absprung“ schaffen. Wenn die Verabschiedung erfolgt ist, dann kann es auch mal Tränen geben. Wie im gestrigen Artikel schon erwähnt, zeugt das von einer intakten Bindung zwischen Kind und Elternteil und es sollte nicht Ziel sein um jeden Preis Tränen zu vermeiden. In der Regel beruhigen sich die Kinder schnell wieder, wenn sie von den pädagogischen Mitarbeitern getröstet werden. Eltern können aber natürlich auch darum bitten, dass die Kita noch einmal anruft und berichtet, ob sich das Kind beruhigt hat. In vielen Einrichtungen wird das voraussichtlich sogar automatisch passieren.

Die Rolle der Erzieherinnen und Erzieher

Das Kita-Personal spielt eine zentrale Rolle bei der morgendlichen Verabschiedung. Sie sollten sensibel auf die Bedürfnisse jedes Kindes eingehen und die Eltern ermutigen, eine positive Verabschiedung zu gestalten. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erziehern schafft die Grundlage für einen gelungenen Start in den Kita-Tag.

Fazit

Die morgendliche Verabschiedung von den Eltern in der Kita ist ein bedeutender und emotionaler Moment, der gut vorbereitet und einfühlsam gestaltet werden sollte. Mit klaren Ritualen, liebevoller Kommunikation und gegenseitigem Vertrauen kann dieser Übergang für Kinder und Eltern erleichtert werden. So beginnt der Tag in der Kita mit einem guten Gefühl – für alle Beteiligten.


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